Helmut Friedrich Kaplan

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Kaplan spricht 2010 auf dem "Kirchentag" von Akut

Der am 13. Oktober 1952 in Salzburg geborene Dr. phil. Helmut Friedrich Kaplan befaßt sich mit dem Thema Tierrechte. Er selbst hält sich für einen Philosophen, objektive Beobachter halten das auch bei großzügiger Auslegung für abwegig. Nach eigenen Angaben wurde er 1963 beim Besuch einer Metzgerei Vegetarier. Er ist mit Stefan B. Eck und Barbara Hohensee befreundet.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kaplan studierte nach seiner Schulzeit zunächst Psychologie an der Universität Salzburg. Das Studium schloss er 1982 mit einer Promotion ab. Sein anschließendes Philosophiestudium beendete er mit einer Magisterarbeit über Peter Singer. Beide Arbeiten setzte er in Buchveröffentlichungen um, die Verbreitung insbesondere in der Tierrechtsszene fanden. Neben seinen Artikeln, Vorträgen und Buchveröffentlichungen ist er auch regelmäßig bei Talkshows und Radiosendungen in den Medien präsent. Kaplan ist geschieden und hat zwei Kinder.

Seine Tochter Astrid ist ebenfalls in der Tierrechtsszene aktiv. Im Jahr 2000 schrieb sie eine Diplomarbeit zum Thema[1], zu der in Internetforen der Vorwurf erhoben wurde, dass sie nicht dem Standard universitärer Abschlussarbeiten entspräche. Insbesondere sei die Quellenarbeit unzulänglich. Tatsächlich wird in der Arbeit vielfach die Argumentation von Tierrechtsorganisationen und auch deren emotionaler Tonfall unreflektiert übernommen. Das Kapitel "Folgen der Fleischproduktion" beispielsweise basiert überwiegend auf einem von Paul McCartney gesprochenen Begleitkommentar des Werbevideos einer britischen Vegetariervereinigung. 2003 legte Astrid Kaplan eine Dissertation mit dem Titel Zum psychologischen Zusammenhang zwischen der Gewalt gegenüber Tieren und der Gewalt gegenüber Menschen vor.

Der Gröphaz

Im Antiveganforum wird Kaplan aufgrund seiner Selbstüberschätzung auch oft als GröPhaZ bezeichnet. Ein weiteres Pseudonym ist Philosuff, seine Moralphilosophie wird daher auch Philosuffie genannt. Grund für die Bezeichnung ist, daß Stefan B. Eck in einem Text bemerkte, daß er mit seinem Freund Helmut bei Gelegenheit wieder einmal ein Bier trinken gehen will. Ausserdem ist bekannt, daß Helmut Kaplan auch dem Wein gerne einmal zuspricht.

Dementsprechend anspruchsvoll ist die Kaplansche Ethik. In seinem Werk Die Ethische Weltformel beendet er auf gerade mal 104 Seiten Jahrhunderte von überflüssigen Diskussionen über das richtige Handeln und stellt fest, dass die Goldene Regel als Ethik völlig ausreichend und offensichtlich richtig ist.[2]

Gewaltaufrufe

Bei Antivegan wird er aufgrund von Äußerungen, die mehr oder weniger direkt zum Terror gegen "Leichenfresser" aufrufen, stark kritisiert. Nach eigenen Angaben hatte er schon häufiger strafrechtliche Probleme wegen der Billigung von Gewalttaten, welche er für völlig legitime Notwehr hält. Inzwischen verweist er daher lieber auf die Billigung durch Dritte und äussert für diese viel Verständnis.


Holocaustvergleich und Zusammenarbeit mit Nazis

Kaplan vergleicht Tierhaltung mit dem Holocaust und relativiert so in einer menschenverachtenden Art und Weise den Massenmord an den Juden.[3] Die von PETA nach erheblichen Protesten zurückgezogene Kampagne "Der Holocaust auf Ihrem Teller" befürwortet Kaplan weiterhin.[4] 2010 ging er dann soweit, den Holocaustvergleich sogar in einem Interview mit dem Neonazi Martin Auler zu verteidigen[5] und später die Zusammenarbeit mit Rechtsextremen gegen Kritik zu verteidigen.[6]

Tätigkeit für Arche2000

Eine unrühmliche Rolle spielte er auch in der Arche2000-Affäre wo er als Berater kräftig mit Spendengeldern alimentiert wurde. Nach dem Zusammenbruch von Arche2000 begann er auf seiner Homepage um Spenden zu betteln, um seine Arbeit fortsetzen zu können.

Beziehungen zur Sekte Universelles Leben

Kaplans befürwortet auch die Tierrechtsaktivitäten der Sekte Universelles Leben, der er aber selbst nicht angehört.

Käsepizzakaplan

In veganen Kreisen ist das Verhältnis zu Helmut Kaplan gespalten seit herauskam, dass er eigentlich nur Vegetarier ist und eine Pizza mit Käse nicht ausschlägt. Zudem trägt er auch Lederschuhe, da ihm die veganen Alternativen nicht bequem genug sind. Von Achim Stößer wird er daher auch Käsepizzafresser genannt.[7] Nach eigenen Angaben ernährt er sich nach mehreren gescheiterten Anläufen seit 2004 vegan. Wie streng dieser Veganismus ist, steht auf einem anderen Blatt. Kaplan hielt die ganze Debatte für überflüssig.[8]

Zitate

Die Zitate stammen von Kaplans Webseite,[9] soweit nicht anders angegeben.

Quellen

  1. Astrid Kaplan (2000): ZUM VERHÄLTNIS VON MENSCH UND TIER unter Berücksichtigung der hierbei auftretenden rationalen und emotionalen Widersprüche. Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg
  2. http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a314.htm
  3. http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/index.html
  4. http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a254.htm
  5. Kaplan marschiert mit ruhig festem Schritt
  6. Emil Franzinelli: Hauptsache für die Tiere?, Tierbefreiung 67
  7. E-Mail-Austausch mit Helmut F. Kaplan auf Achim Stößers Website
  8. Vegetarisch oder vegan? - Notwendige Bemerkungen zu einer überflüssigen Debatte, Stellungnahme auf www.tierrechte-kaplan.org
  9. http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium
  10. http://fellbeisser.info/?p=3078
  11. http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a329.htm
  12. http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a329.htm
  13. http://fellbeisser.info/?p=4071

Siehe auch

Bibliographie


Links

Kritik von veganer Seite:

[…]
Dieser Artikel basiert teilweise oder vollständig auf dem gleichnamigen Esowatchartikel. Dort ist auch eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in das AntiveganWiki am Text mitgearbeitet haben.
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