PeTA

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People for the Ethical Treatment of Animals (kurz PeTA, das "e" wird im Logo klein geschrieben) wurde 1980 von Ingrid Newkirk gegründet und ist mit nach eigen Angaben einer Million Anhängern eine der größten Tierrechtsorganisationen.

Fälschlicherweise wird PeTA oft als klassischer Tierschutzverein missverstanden. Neben der Forderung des Verbots von Pelzen, was weitgehend konsensfähig wäre, fordert PeTA nicht weniger als eine vegane Gesellschaft, das heißt Verbot des Konsums jeglicher tierischer Produkte, von Tierversuchen und Tierhaltung (sowohl in Zoos als auch privat). Mit der seit 2003 bestehenden Unterorganisation PeTA2 sollen vor allem Jugendliche angesprochen werden. Als Werbefiguren fungieren in der Regel Prominente, sogenannte PeTA-Promis.

Inhaltsverzeichnis

Euthanasie

PeTA hat von 1998 bis 2009 23.640 "adoptierte" Tiere einschläfern lassen. Das waren im Schnitt 86% aller aufgenommenen Tiere, im Jahr 2009 waren es sogar 97,3%.[1]

Die Rechtfertigung von PeTA ist kläglich. Unter dem Titel Euthanasia: The Compassionate Option wird erklärt, dass es für die Tiere besser sei tot zu sein als ausgesetzt auf der Straße herumzulaufen:

Dies wirft die Frage auf, wie PeTA, die gleiche Rechte für Tiere und Menschen fordert, wohl mit obdachlosen Kindern verfahren würde. Siehe hierzu auch Ingrid Newkirks Zitat: A rat is a pig is a dog is a boy.

Holocaustkampagne

PeTA wollte 2004 im deutschsprachigen Raum die Werbekampagne "Der Holocaust auf Ihrem Teller" durchführen, auf dem KZ-Häftlinge neben Legebatteriehennen und Mastschweinen abgebildet waren. Dies wurde aber sowohl in Deutschland als auch in Österreich gerichtlich untersagt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhinderte den Plakataushang schon im Vorfeld, das Landgericht Berlin untersagte die Kampagne als "Herabsetzung sämtlicher Opfer des Holocaust" und sah die Menschenwürde der Abgebildeten im Kern verletzt. Das Handelsgericht Wien untersagte die Kampagne ebenfalls. Dies wurde unter anderem damit begründet, dass "die Gegenüberstellung von menschlichem und tierischem Schicksal in der Kampagne eine objektive Geringschätzung des Verfolgungsschicksals der Juden im Dritten Reich" darstelle. "Um das Ziel des Tierschutzes zu erreichen", bestehe "keinerlei Notwendigkeit das Leiden von Tieren mit den Leiden von Menschen, denen man ihre Menschenwürde zu nehmen bemüht war, gleichzusetzen".

Harald Ullmann wurde als zuständiger Petafunktionär wegen Volksverhetzung 2005 in erster Instanz vom Amtsgericht Stuttgart zu einer Strafe von 6.000 € verurteilt. Im Juli 2010 wurde das offenbar jahrelang in der Berufungsinstanz dümpelnde Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 10.000 € eingestellt.[3]

Im Oktober 2006 entschied der Oberste Gerichtshof in Österreich, dass die „Holocaust auf Ihrem Teller“-Kampagne rechtmäßig sei. Das Gericht hob alle vorherigen Instanzen-Entscheidungen als rechtswidrig auf. Auf 19 Seiten wird der Rechtsstreit zwischen jüdischen Mitbürgern und der Tierrechtsorganisation erörtert und PETA-Deutschland e.V. vollständig Recht gegeben: Die plakative Gegenüberstellung von Bildern aus KZs, auf denen ausgemergelte Menschen gezeigt werden und verschiedene Tierarten aus der üblichen Massentierhaltung ist rechtmäßig und unter einem der höchsten demokratischen Grundrechtsgüter zu subsumieren: Der Meinungs- und Pressefreiheit. Weiter heißt es in dem Urteil: „Die von den Klägern relevierte Verächtlichmachung einer Rasse oder eines Volkes wird mit der Werbekampagne nicht bewirkt: (...) Die Aussage geht nur dahin, dass Juden wie Tiere behandelt wurden. Die Gegenüberstellung führt jedenfalls beim maßgeblichen verständigen Durchschnittsbetrachter nicht zu der von den Klägern gezogenen Schlussfolgerung (nazistischer Inhalt, Anm. d. Verf.).“ Verschiedene klagende Personen hatten 2004 eine einstweilige Verfügung gegen bestimmte Bilder der „Holocaust auf Ihrem Teller“-Ausstellung bewirkt.

Propaganda

PeTA gibt sehr viel Geld für Werbung aus, die teilweise hart an der Grenze zum Geschmacklosen ist. So wird gezielt junges Publikum propagandaartig aufgehetzt und ideologisiert.

PeTA2

PeTA2 ist die Jugendseite von PeTA. Hier wird dazu aufgerufen (und mit kleinen Geschenken belohnt), Klassenfahrten in den Zoo zu sabotieren, PeTA-Filmchen in der Schule vorzuführen oder ein Referat über ein PeTA-Thema zu halten.

PeTAkids

PeTAkids ist im Gegensatz zu PeTA2 bunter und kindlicher gehalten und soll die 7- bis 12-Jährigen ansprechen. Neben einem Onlineshop mit parolenbemalten T-Shirts wird auch schon einmal drastischer ideologisiert. Siehe z.B.: "Deine Mami tötet Tiere" und "Your Daddy kills animals

Unterstützung von Brandstiftern

Peta hat Kontakte zu Mitgliedern von ALF, ELF und SHAC und finanzierte mehrfach deren juristische Verteidigung im Zusammenhang mit Brandstiftung und Sachbeschädigung. Hochrangige PeTA-Mitarbeiter haben mehrfach erklärt, dass sie solche Aktionen für gerechtfertigt halten. Der mehrfache Brandstifter Rodney Coronado wurde von PeTA mit mehr als 70.000 Dollar gesponsort. Siehe hierzu PeTA Bullshit- Video 15.30 min. 1988 hat PETA die Verteidigung einer Frau finanziert, die versucht hatte, den Präsidenten einer Pharmafirma zu ermorden.

Heuchelei

PeTA ist auch gegen jegliche Tierversuche, egal wie viele Menschen dadurch gerettet werden könnten. Ingrid Newkirk erklärt: Selbst wenn Forschung mithilfe von Tierversuchen in einer Heilung für AIDS resultierte, wären wir dagegen.

Jedoch benutzt die Vizepräsidentin von PeTA, Mary Beth Sweetland, aufgrund ihrer Diabeteserkrankung tierversuchserprobtes Insulin. Ihre Rechtfertigung dazu: I don't see myself as a hypocrate. I need my life to fight for the rights of animals. (Siehe Unvermeidbarkeit)


Quellen

  1. http://petakillsanimals.com/petasdirtysecret.cfm
  2. http://www.peta.org/mc/factsheet_display.asp?ID=39
  3. Susann Remke, Britta Weddelin: "al Quaida für die Tiere", Focus 41/2010, S. 54ff. Nach dieser Quelle war die Geldstrafe beim AG Stuttgart allerdings mit 9.600 € etwas höher.

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