Stop Huntingdon Animal Cruelty
Aus Antivegan Wiki
| […]
| Dieser Artikel sollte überarbeitet werden, da inhaltliche oder formale Mängel bestehen. Eine Erläuterung sollte auf der Diskussionsseite zu finden sein. Wenn du wissen willst, welche Artikel alle überarbeitet werden sollen, dann klicke hier |
Stop Huntingdon Animal Cruelty (SHAC) ist eine international agierende Gruppierung, deren Aktivitäten sich gegen Huntingdon Life Sciences (HLS) richten, das größte europäische Labor für Tierversuche mit Laboratorien in Huntingdon und Occold, England und East Millstone in New Jersey, USA. HLS testet Produkte wie Haushaltsreiniger, Pestizide und Lebensmittelzusatzstoffe pro Jahr an rund 75.000 Tieren, von Ratten bis zu Primaten.
Zu den Gründern von SHAC gehören unter anderem Greg Avery und Heather James, die sich auch vorher schon gegen Tierversuche engagiert hatten. Sie starteten die Initiative, nachdem sie im britischen Fernsehen einen Film gesehen hatten, der von PeTA in den Laboratorien von HLS aufgenommen worden war. Das Ziel der 1999 ursprünglich als vorwiegend mit legalen Mitteln agierende Tierrechtsgruppe gegründeten SHAC war es, die Schließung von HLS innerhalb von drei Jahren zu erreichen. Im Lauf der Jahre wandelte sich SHAC immer mehr zu einer terroristischen Untergrundbewegung. Mittlerweile sitzen etliche SHAC-Aktivisten in Haft, darunter auch mehrere Gründungsmitglieder.
Im Januar 2009 wurde Mitbegründer Greg Avery sowie sechs weitere Mitbegründer oder ranghohe SHAC-Aktivisten, darunter Greg Averys Ehefrau sowie seine ehemalige Ehefrau, unter anderem wegen jahrelanger Erpressungen und Drohungen zu Gefängnisstrafen zwischen vier und elf Jahren verurteilt.[1] Bereits im März 2006 wurden sechs SHAC-Aktivisten wegen Aufruf zu Gewalt, Einschüchterungsterror, Belästigung sowie Stalking verurteilt.[2]
Seit April 2009 befindet sich zudem der international gesuchte SHAC-Aktivist Daniel Andreas San Diego wegen seines Zusammenhangs mit mehreren Bombenanschlägen auf der Liste der meist gesuchten Terroristen des FBI.[3] Das FBI stuft SHAC, wie auch ALF und ELF, bereits seit 2005 als terroristische Gruppierung ein.[4]
Kritik
SHAC gehört zum militanten Flügel der Tierrechtsbewegung und übt sowohl Gewalt durch Zerstörung fremden Eigentums als auch psychische Gewalt gegen Menschen aus. Die von SHAC angewendeten Methoden werden auch von Menschenrechtsorganisationen kritisiert. So hat das Southern Poverty Law Center die Methoden als "frankly terroristic tactics similar to those of anti-abortion extremists" bezeichnet.
Zu den von SHAC angewendeten Methoden, für die SHAC-Aktivisten teils zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, zählen unter anderem Bombenanschläge, Säure-Attacken, Brandstiftung, Aufruf zur Gewalt, Rufmord, Hetzkampagnen, Stalking, Drohungen und Einschüchterungen sowie Grabschändungen und die Entführung von Urnen zu Erpressungszwecken.[1][2][5][6][7]
Die Argumente und Vorwürfe von SHAC-Kritikern:
- Die Methoden der Kampagnen funktionieren nicht. HLS-Geschäftsführer Brian Cass hat erklärt, dass HLS seit der Gründung von SHAC im Jahr 1999 seine Aufträge verdoppeln konnte (London Evening Standard, 31. März 2003)
- HLS gibt an, die britischen Tierschutzgesetze zu beachten. Diese Gesetze gehören weltweit zu den strengsten im Hinblick auf Tierversuche. Würde HLS in Großbritannien geschlossen, würde die Gesellschaft ihre Testlaboratorien wahrscheinlich in andere Länder verlagern, die weniger strenge Gesetze haben.
- Die Methoden von SHAC sind zweifelhaft und können auf Grund von falschen Informationen auch Unbeteiligte treffen.
- Anhänger von SHAC führen auch Spendensammlungen durch. Da die Organisation nicht als gemeinnützig anerkannt ist, kann die Verwendung dieser Spenden nicht kontrolliert werden.
- Die britische Regierung hat am 30. Juli 2004 eine Erklärung herausgegeben mit dem Titel Animal Welfare - Human Rights: protecting people from animal rights activists (Tierschutz - Menschenrechte: der Schutz von Menschen vor Tierrechtsaktivisten). Darin wird der Nutzen medizinischer Forschung inklusive Tierversuche dargelegt. Es wird darauf verwiesen, dass die Zahl dieser Versuche weiter verringert werden solle und dass die Regierung in Kontakt stehe mit Tierschutzorganisationen, die sich an die Gesetze halten. Die Gesetze gegen so genannte Animal-rights extremists sollen verschärft werden.
- Die von SHAC-Aktivist Daniel Andreas San Diego verwendeten Bomben sollen laut FBI nicht nur die Zerstörung fremden Eigentums sowie das Zufügen wirtschaftlichen Schadens zum Ziel gehabt haben, sondern möglicherweise auch den Tod von Menschen, da einer der Sprengstoffkörper mit möglicherweise tödliche Verletzungen verursachenden Nägeln gefüllt war.[3] Das in Kauf nehmen von Schwerverletzten und Toten widerspricht der früheren von SHAC gemachten Aussage, ihre Aktionen seien darauf ausgelegt, weder Menschen noch Tiere zu verletzen.
Weblinks
- Website von Stop Huntingdon Animal Cruelty
- Website von Huntingdon Life Sciences
- http://shacwatch.blogspot.com/
- Father lived in fear after 'animal rights extremists sent letters to neighbours falsely branding him a paedophile'
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 „Jail for animal rights extremists who waged six-year blackmail campaign“, The Times Online, 22. Januar 2009
- ↑ 2,0 2,1 Legislative Hearing on H.R. 4239 "The Animal Enterprise Terrorism Act", United States Department of Justice, 23. Mai 2006
- ↑ 3,0 3,1 Most Wanted Terrorists, Federal Bureau of Investigation, 21. April 2009
- ↑ [Congressional Testimony, John E. Lewis, Deputy Assistant Director, Counterterrorism Division], Federal Bureau of Investigation, 18. Mai 2005
- ↑ „Wenn Tierliebe in Hass umschlägt“, Tages-Anzeiger, 3. August 2009
- ↑ Der Spiegel, „Die Rächer der Ratten“, Ausgabe 46/2007 vom 12. November 2007, Seite 168
- ↑ „Father lived in fear after animal rights extremists sent letters to neighbours falsely branding him a paedophile“, Daily Mail, 8. Oktober 2008
| […]
| Dieser Artikel basiert teilweise oder vollständig auf dem gleichnamigen Wikipediartikel. Dort ist auch eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in das AntiveganWiki am Text mitgearbeitet haben. |